Dienstag, 26. Januar 2010

Mhm


Erste Ergebnisse von der Halsketten-Bastelei. Ich denke, ich werd sie sogar hin und wieder tragen, mal sehen.




Hab 'nen netten Online-Shop für allerlei Perlen und Draht und anderes Spielzeug entdeckt: Perles & Co. Die Bandbreite des Angebots is unglaublich, verschickt wird schnell und in meinem Fall für erträgliche 8,50 Euro ab Frankreich. Also wer neue Betätigungsfelder sucht - hier findet man sicher ein paar nette Zutaten.

Ich selbst bin seit Sonntag auf Eis gelegt - das heißt, mich hat 'ne doofe Erkältung erwischt, ich schlafe ca. 18 Stunden von 24, und zwischenzeitlich tröste ich mich mit Ally McBeal, Staffel 4 - ja, die mit Robert Downey Jr. :-) - und kleinen Dejavues von Spaziergängen im Regen am Strand von La Push und im Wald von Forks. Blogs lesen is mir zu anstrengend, also komm ich bei Euch erst wieder vorbei, wenn der Kopf nich mehr so weh tut, nich wundern, okay? Bis dann!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Wer hat's erfunden?

Das hier jedenfalls ganz klar die fantastische Teesha Moore. Ich benutz meine Hand voll Zettis viel zu selten. Heut hab ich sie mal für 'ne Geburtstagskarte rausgekramt.


In den letzten Monaten hat sich mein Verhältnis zu meinen Papieren und Materialien grundlegend geändert. Als ich dieses ganze Scrap-, Papier- und Stempel-Universum 2007 entdeckt hatte, war ich so von den Möglichkeiten und unglaublichen Ideen der Papierkünstler im Netz fasziniert, dass ich ständig einen Strudel im Kopf hatte, worin alles durcheinander schwamm, was ich unbedingt mal ausprobieren wollte.

Anfang des letzten Jahres fühlte ich mich dann ziemlich überfordert mit dem ständigen Input und meiner deprimierenden Einsicht, dass ich weder Zeit noch Energie hatte all das umzusetzen, was in meinem Hirn herumschwirrte. Manchmal quälte ich mich (und die Mitbewohner ...) ziemlich mit diesem Gehetze. Und oft blieb zu dieser Zeit die Lust an der Spielerei auf der Strecke. Im vergangenem Herbst ungefähr hat sich ein ganz anderes Gefühl eingestellt. Plötzlich konnte ich tagelang ganz ruhig auf meinen leeren Basteltisch schauen und ohne schlechtes Gewissen 'nen miesen Film gucken, in einem Buch blättern oder einfach nur in die Luft gucken. Und am nächsten Tag nehm ich völlig gelassen irgendeinen Schnipsel in die Hand, und von dort aus entsteht irgendwas, was mir ausschließlich Freude bereitet. Gutes Gefühl. :-)

Sonntag, 17. Januar 2010

Und wieder einmal


... wird ein prall gefülltes Kreisheft nach Hause geschickt. Maja, Deine "Kunstwerke" sind komplett! Ich geb es gleich morgen bei der Post ab, und wenn die Luftpost nich wegen Eis und Schnee am Boden bleiben muss, kannst Du das Baby bald wieder in Deinen Händen halten! Mein Sonntag war jedenfalls einer der guten solchen, sich an einer Collage auszutoben und mit Pastellkreiden rumzuschmieren in der warmen Stube hat was angenehm Anheimelndes.




Die anderen Abende der letzten Woche hab ich mich mit dem "Multifunktionswerkzeug" im Bohren, Schleifen und Polieren geübt, wie früher in "Werken" und "PA" (für Wessis: Produktive Arbeit - sehr fantasievolles Schulfach in der Polytechnischen Ostschule; besonders bei weiblichen Teenagern überaus beliebt, weil man hernach drei bis vier Tage brauchte, um seine Fingernägel halbwegs von Schmieröl und Nitrolack zu befreien und wieder vorzeigbar zu bekommen). Brauchbare Ergebnisse gibt es noch nich, ich tu mich bisschen schwer damit, ein tragbares Design zu erfinden. Also eines, welches ich selbst tragen würde, wo ich doch eher ein Schmuckmuffel bin. Möglicherweise verlier ich die Geduld - und dann gibt es halt ein narrenhändisches Schmuckstück für die Schublade. Mal sehen. Bis dahin geht's aber erst mal wieder in eine neue Arbeitswoche. Ich wünsch Euch 'nen guten Start!

Montag, 11. Januar 2010

Echt ätzend

Nachdem wir am vorletzten Wochenende die Wirren der Überfahrt von Hiddensee nach Rügen und glücklicherweise auch auf's Festland hinter uns gebracht, ebenso die erste neujährliche Arbeitswoche in vollen Zügen genossen haben, bin ich am Freitag auf die komplizierte Jagd nach verschiedenen Ingredienzien zum Messing- und Kupferätzen gegangen. Himmel, amerikanische Bastelshops für die Damen haben immer alles in einem Onlineregal, was Frau braucht. Hier is das etwas anders. Werkzeug im Baumarkt, Ätzchemie im Elektronikbastlergeschäft, Bleche im Modellbauladen usw. usf. ... Boah gut, dass Daisy angekündigt war - so hatten wir ein fast völlig ausgestorbenes Berlin mit Parkplätzen und Ellenbogenfreiheit, weil alle Welt in der Wohnstube zu hocken schien. Hiermit hab ich mich dann dran gemacht. Sorry, die Fotos sind bescheiden in Qualität und Schlüssigkeit - es is halt ein leidlich dokumentierter Selbstversuch.


Plastikdose, Stempel, StazOn, Metallfeile, Messing- und Kupferblech (0,5 mm dick), Eisen-III-Chlorid, Edding, Plastikpinzette, Blechschere, Backpulver, Stahlwolle, Schleifpapier, ein Klotz aus Metall zum Draufrumhämmern, ein Hammer.

Zuerst hab ich mir Stücke aus dem Blech gesäbelt:


Hernach schön eben geklopft. Die armen Nachbarn. Ich bin froh, dass es bei uns im Mietshaus so locker zugeht. Noch nie hat sich wer über solche Dinge beschwert ...


Schön die Kanten abgeschliffen, damit man sich nich schneidet oder sticht. Zum Ätzen sollte die Oberfläche eh schön angeschmirgelt sein, damit die Angriffsfläche für das Eisen-III-Chlorid größer ist.



Dann hab ich mit dem StazOn gestempelt. Ging bescheiden. Trotz der rauen Oberfläche schmierte es ziemlich. Mit Aceton (Nagellackentferner) konnte ich dann regelmäßig alles löschen und neu bestempeln. Mhm, nich so spaßig. Mit dem Edding hab ich ein wenig bei den Buchstaben nachgezeichnet und einen Rand drumherum gezogen.



So, nun der spannendere Teil. Ich hab 125 g Eisen-III-Chlorid in 300 ml Wasser aufgelöst. Selbstredend NICHT in einem Metallgefäß. Plastikdose mit Deckel is großartig, weil man die Lösung hernach noch aufheben und ein paar Mal gebrauchen kann. Hab ich jedenfalls gelesen. Eisen-III-Chlorid is giftig, aber nicht so sehr gefährlich wie andere Ätzchemikalien. Ich bin ein Feigling - im Laufe des Experiments hab ich aber den größten Respekt vor dem Zeug verloren. Es dümpelt harmlos vor sich hin, es stinkt nich schlimm, es soll nur eklige Flecken hinterlassen. Kleckern hab ich vermieden, ebenso hab ich nich tief über dem Schälchen inhaliert. Mit Backpulver kann man es neutralisieren - ob ich es anschließend zur Schadstoffentsorgung bringen muss, werd ich noch telefonisch recherchieren - da scheiden sich die Meinungen, die ich ergoogelt hab. Der Kupferanteil in der gebrauchten Plirre soll für's Abwasser zu hoch sein. Ich sag Euch, wo es entsorgt werden muss, wenn ich mehr weiß. Also Wasser drauf und mit Holz oder Plastik umgerührt, bis es sich auflöst.


Sieht dann so aus. Bestempelte Teile reingeschmissen:


Nach vier Stunden war ich mit der Geduld am Ende. Fest steht, dass ich beim nächsten Versuch einige Stunden dranhänge. Über Nacht oder so. Hier hab ich's jedenfalls nach besagten vier Stunden mit Vinylhandschuhen aus der Lösung geholt.


Ordentlich in Backpulver gewälzt und hemmungslos damit abgerieben anschließend.


Nachdem ich es unter fließendem Wasser abgespült und mit Geschirrspülmittel gewaschen hatte, hab ich mit Stahlwolle poliert. Das hat gut geklappt. Jedenfalls bei den Teilen, bei denen sich der StazOn-Abdruck nich schon während des Bades in der Lösung völlig in Wohlgefallen aufgelöst hat. Der Clown und einiges anderes hatte sich vorher vom Metall verabschiedet - dementsprechend war das auch nich richtig geätzt. Aber es gibt noch eine Variante mit Laser-Ausdrucken, die man mit Aceton und Bügeleisen auf's Metall transferiert - dazu mehr im nächsten Versuch ...


Ich habe das Ganze dann noch einmal mit einer Kupferplatte probiert. Nach dem Ätzen und Neutralisieren sah das zwar interessant aus, ich wollte jedoch noch ein wenig Kontrast mit Danyeelas Schwefelleber erzeugen - bei Messing geht das nich, Kupfer hingegen ist sehr dankbar.


Nach dem Abschmirgeln mit besagter Stahlwolle sieht das ungefähr so aus:


Hier noch einmal Kupfer- und Messingplatte sowie die schon "bebastelten" Worte, die halbwegs gut geworden sind. Da hab ich mit schwarzer Acrylfarbe nachgeholfen, die ich draufgestrichen und nach dem Trocknen teilweise abgeschliffen hab.


Tja, eigentlich wollte ich ein fertiges Armband präsentieren. Mein heiß geliebtes Crop-A-Dile machte mir jedoch 'nen Strich durch den montäglichen Bastelabend. Ich war unter anderem so angetan von dem kleinen grünen Tier, weil es sich eben auch durch 0,5-mm-Blech fraß. Naja, nu nich mehr. Ich bin in also in stiller Trauer ...



Ergo muss mir die Tage mal jemand erklären, wie ich mit der Minibohrmaschine umgehe, die hier an meinem Basteltisch herumhängend ignoriert wird. Schließlich nutzt ein geätztes Blech ohne Löcher drin rein gar nix. Und Bohrer hab ich auch noch nich. Also wieder in den Baumarkt. Oder Modellbauladen. Vermutlich in vier bis fünf verschiedene Geschäfte in Großberlin - alles nur deshalb, weil in Deutschland wirklich niemand an die
bastelnden Damen denkt. *seufz* ;-)

Samstag, 2. Januar 2010

Neujahrsgrüße

... von der eingeeisten Insel Hiddensee! Ich wünsch Euch ein grandioses Jahr 2010 mit ganz vielen schönen Erlebnissen und nagelneuen Erkenntnissen, bunten Blumen, herzlichem Lachen, wunderbaren Gesprächen, verrückten Einfällen und und und ...



Hier ist für Großstadturlauber ein kleines Chaos ausgebrochen, weil nur noch einer der drei Häfen angesteuert wird und man nicht genau weiß, ob man auch nach geglückter Überfahrt ein Plätzchen im Bus von Rügen nach Stralsund zum Bahnhof ergattert. Und ob die Deutsche Bahn dann den Weg in Richtung Berlin unter dem Schnee finden wird, steht selbstredend in den Sternen. Glücklicherweise weckt das auch ein wenig Abenteuerlust in uns. ;-) Bis bald zurück!