Freitag, 28. Januar 2011

Auf dem Sprung ...

... bin ich. Gleich geht's an's Meer - naja, nur paar Tage auf die Ostseeinsel, aber wir sind hübsch untergebracht und ich werd unter anderem Schere, Kleber und Papier einpacken. Letzte Woche hab ich einen der weihnachtlichen (Schlüssel-)Anhänger nun doch noch mit einer Kette versehen. Eine ziemlich lange Kette, Herzchen baumelt kurz über'm Bauchnabel.




Das Amazon-Verpackungs-Circle-Journal hatte ich schon vorher mit meinem Eintrag versehen und auf die Reise zu Drea (Is das nich wundervoll, dass sie jetzt auch endlich unter die Blogger gegangen is?) geschickt, die sich inzwischen hoffentlich bei der Dokumentation einer weiteren Recycling-Bastelei gut amüsiert. Das ungefähr hat das CJ nämlich als Thema.





Und Urlaub bedeutet ja auch immer, dass man mal ein wenig Zeit für ein paar Fotoexperimente hat. Was natürlich am meisten Spaß macht, wenn ein neues Baby in der Tasche steckt. Meine SLR is ja eher ein ungeliebtes Kind, dafür hab ich aber meine inzwischen in die Jahre gekommene Knipse mit einer neuen, auch jackentaschenfreundlichen ersetzt. Fahrlässig, nich vorsätzlich. Eine halbe Stunde Warterei im Media-Markt hatte ich mir am Kamera-Regal vertrieben. Fatal für's Konto, aber ich war sofort verliebt: 


Ich geh dann mal packen!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Wer zu spät kommt ...

... mit dem Kalenderkauf, der baut sich selbst einen und fängt selbigen eben gleich mit dem 10. Januar an. Ich hab seit Wochen die Termine für 2011 auf Zetteln gesammelt, weil mir kein Taschenkalender schön genug vorkam. Ja doch, einer. Aber der war dann schon ausverkauft, als ich mich endlich entschlossen hatte. Selberbauen is eh viel schöner. Ich hab mir ein paar schiefe Linien mit Wochentagen auf kariertes Papier kopiert, Daten reingeschrieben und endlich mal ein paar Lieblingsstempel aus Frankreich benutzt. Lieblingsstempel heißt bei mir eben nich, dass ich mit ihnen stempel (darin bin ich sowieso nich sehr versiert), sondern vielmehr, dass man sie zwei Jahre lang oder so alle paar Wochen mal zärtlich in die Hände nimmt. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich unheimlich gern Ordnerpappe verbastel? Kann man aus alten schwarzen Ordnern schneiden, oder - wenn man keine hat - bei Modulor zugeschnitten kaufen. Lässt sich wunderbar mit Sandpapier auf abgegriffen trimmen. Gebunden mehr oder weniger koptisch mit Siegelschnur (auch was Feines). Letztlich fasst er sogar 2011, 2012 und 'ne Menge Platz für Notizen hintendran.






Ich freu mich übrigens ganz dolle über Euer herzliches Feedback zum Recycling-Tutorial. Nee Quatsch, ich freu mich IMMER über Euer Feedback! Und natürlich auch über die vielen stillen Besucher - ich stolpere auch den ganzen Tag durch die Bastelblogs und hol mir so viele Ideen und Techniken und Tipps und Herzenswärme, hach, Internet is was Großartiges! :) Danke ...

Samstag, 8. Januar 2011

Amazon-Verpackungs-Recycling-Buch-Tutorial

... gibt's gleich. Vorher noch die Gibweg-Fast-Live-Ziehungs-Übertragung, für die mir freundlicherweise der eben von der Underage Party heimgekehrte Teenager des Hauses zur Verfügung stand:


Ute, mail mir Deine Adresse, dann kommt das Kettchen in die Post Anfang der Woche! :)

Das war das Vergnügen, nu die Arbeit. Ich hab mich wieder an einer Amazon-Verpackung vergriffen, wie beim Disney-Reisejournal im Oktober (unten im Post) schon einmal. Diesmal hab ich aber keine DVD-Verpackung recycled, sondern eine jenerwelcher, die immer die wunderschönen amerikanischen Bastelbücher zum Beispiel beherbergen. Was von der Verschlusstechnik übrig war hab ich abgerissen, die inneren Klapplaschen auch. Bisschen Materialermüdung gibt Charakter dacht ich mir.


Wegen vom Transport abgestoßener Ränder hab ich innen UND außen rundherum mit einer breiteren Ausführung aus meiner Malerkrepp-Sammlung verstärkt.


Anschließend wurden wieder Innen- UND Außenseite mit Gesso bepinselt. Sicher geht auch jede andere Art Farbe, das Gesso hat das ganze Pappteil jedenfalls wunderbar verstärkt ohne es völlig steif zu machen.


Nach dem Trocknen - ich hab mit der Heißluftpistole nachgeholfen, welch Ungeduld - wurde mit Schleifpapier geschmirgelt wie bekloppt. Ich hätte nie gedacht, dass Gesso so eine kompakte Oberfläche bildet, das Zeug war viel hartnäckiger als Kupferblech. Am Ende Tennisarm und weniger Material abgetragen als eigentlich geplant. Die Oberfläche sieht ein wenig aus wie ein ehemals weißer, inzwischen verwitterter Holzfensterrahmen. Kann ich mit leben, fühlt sich schön an.



Rundherum hab ich eine Linie gezogen, um Löcher für 'ne schmucke Naht vorzustechen. Die Nähmaschine wollte ich nich nehmen, weil ich in meiner keine dicken Fäden verwenden kann. Als ich das entschied war mir allerdings noch nich klar, dass mich die Handnäherei fast drei Stunden von anderen Dingen abhalten würde ... Okay, ich hab zwischendurch noch ein wenig im Internet rumgehangen und so.



So. Verschlusslösung suchen. Thomas wollte vor Jahren mal 'ne alte Tasche wegwerfen, fragte mich aber vorher, ob ich die Riemchen und Verschlüsse nich verbasteln wolle. Jepp. Heute hab ich mir die dann rausgesucht.


Ein Stück wurde mit Modellbauschrauben als Lasche angeschraubt.


Die überstehende Länge der Schrauben hab ich mit dem Seitenschneider gekappt und hinterher mit dem Dremel schön glatt geschliffen. Geht auch mit Schleifpapier! Auf dem Foto sieht man, dass ich die Stellen, an denen geschraubt worden ist, vorher noch mit Malerkrepp verstärkt habe. Was sich als löblich, aber durchaus verbesserungsfähig erweisen sollte. Dazu weiter unten mehr.


 

Die restlichen Verschlussteile angenäht bzw. verschraubt:



Ich wollte elf Doppelseiten in dem Buch unterbringen. Dafür hab ich Eylets angebracht, da die aber nicht nebeneinander passten, hab ich sie in zwei Reihen versetzt reingecrop-a-diled.


Während ich mir bei der Umnäherei meinen Tennisarm holte, hab ich mir immer wieder auch die Kehrseite meiner Verschlusslösung angesehen, und bin meinerseits zu dem Schluss gekommen, dass das eventuell nich halten wird, wenn an den Laschen und Riemen rumgezogen wird beim Öffnen und Schließen. Perforierte Wellpappe schlägt im Reißen vermutlich jedes Briefmarkenheftchen (die reißen ja nie dort, wo sie perforiert sind).


Da ich jeweils mit Schrauben gearbeitet hatte, bot sich 'ne Metallverspiegelung prima an. Hielt nur wieder ewig auf.


0,5-Millimeter-Blech schneidet sich aber super mit der Blechschere, und ich benutze auch wieder das Crop-A-Dile für diese Stärke, trotz des dummen Missgeschicks damals. Für die zwei kleineren Schräubchen hab ich noch kleine Eyelets in die Löcher gesetzt, damit sie nich so viel Spiel haben. Für die Ecken funktioniert der Corner Chomper recht gut bei dem dünnen Blech.



Nun war ich mit der Stabilität zufrieden - die Optik is nich umwerfend aber tragbar. Von außen sieht das ganze dann so aus:

  
Für die Seiten hab ich 12er Cardstockbögen genommen, die ich in der Mitte gefaltet habe, sechs davon ziemlich weit außen durchbohrt, fünf weiter innen, ganz so, wie es die Löcher im Rücken vorgaben. Dann mit Paketstrippe irgendwie fest gemacht. Beim Binden geht es bei mir immer recht abenteuerlich zu, verlangt nich von mir, dass ich das Machwerk erkläre, hab einfach geknotet und geflochten und mich in Schadensbegrenzung geübt.



Zum Schluss noch ein wenig Patina an die seltsame Befestigungsmechanik und Tabs an die Seiten - fertig.





Nee, ganz fertig ja noch nich, muss ja noch gefüllt werden. :) Aber dafür bin ich nur zu einem Elftel zuständig. Mehr davon demnächst!

Dienstag, 4. Januar 2011

Schlechte Gewohnheiten ...

... nach sowelchen fragte Scrapperia in ihrem CJ, und ich fand die mich betreffende Suche danach nich wirklich schwer, genauer gesagt zelebriere ich meine Macken auch ganz gern mal. Sind ja auch Angewohnheiten, keine Abgewohnheiten. Die Liste ließe sich im Übrigen um so manches Ding verlängern, was meine Umgebung wohl besser könnte als ich selbst. Und ja, ich wollte eigentlich mal an meiner Beschriftungsschrift und deren vorteilhafterer Verteilung auf dem jeweils zu beschriftenden Objekt arbeiten. Und jetzt steht's da wieder einfach so krumm und schief und niedlich naiv mitten in der Gegend rum. Ich hab mich in letzter Zeit auch ein wenig mit der Theorie der Schreibkünste beschäftigt. Wie man optimieren könnte. Was man beachten möge. Womit man Metaebenen schaffte. Schön. Leuchtet mir alles ein, find ich wunderbar anzuschauen. Aber nix für mich, hab ich keine Lust zu. ;-)