Donnerstag, 28. Juli 2011

Die ab und an ganz erträgliche Leichtigkeit des Seins

Kennt Ihr das auch? So ganz verzauberte Abende mit Freunden? Also klar - Abende mit Freunden sind grundsätzlich schon schön, aber manchmal sind sie halt plötzlich ganz zauberhaft. :) Das war so einer.


Der Abend allerdings, an dem ich das Layout baute, war gar nich so zauberhaft. Als ich's fast vollendet hatte, kippte ich nämlich ein riesiges Glas Rotwein komplett über den gesamten Basteltisch. In dem Moment war's mir nich wirklich ein Trost, dass ich eben kein Clean-And-Simple-Scrapper bin. Erst mit nachlassender Hyperventilation und nach 'ner halben Rolle Küchenpapier wurde mir klar, dass der Rotwein eher passende Patina lieferte. Das tröstete mich dann zwar über die paar auf dem Tisch liegenden versauten Bögen PP plus Zubehör ein wenig hinweg - die Tatsache, dass eben jenes Glas der letzte Wein im Haus war, zog die Stimmung jedoch wieder enorm herunter.

Eigentlich müsste ich ja den Reisekoffer einräumen, statt hier bei Blogger rumzulümmeln. Aber mein legendäres Reisefieber lähmt mich. Sowas Pragmatisches liegt mir dann halt nich. Die kleinen Täschchen neulich eignen sich leider nich für die kleinere Reisekasse, deshalb musste ich mir noch irgendwas mit Reißverschlüssen überlegen. Hab ich dann. Und entschieden, dass vorgedruckte Motive für meine hibbeligen Nerven die geeigneteren Zutaten ergeben, als wenn ich jetzt noch großartig Kreativität vortäuschen wollte. Papier festgesteckt, grob nachgestickt, Papier abgerissen und Motiv noch einmal "schön gemacht".





Innen sind die natürlich auch ganz kunterbunt.


Mhm, jetzt fällt mir nix zu schreiben ein. Soll ich mich doch an den Koffer wagen?

Sonntag, 24. Juli 2011

Zur Abwechslung ...

... mal Täschchen. Nich nur, dass die in der inflationär von mir gebrauchten Verkleinerungsform den heißgeliebten Heftchen ähneln, nee, man kann von diesen wie jenen auch irgendwie nie genug haben. Bastelbücher ja auch nich. Blätter seit ein paar Monaten bisher tatenlos ganz gern in dem etwas anderen Nähbuch von Poppy Treffry herum. Das Täschchen auf dem Cover hat's mir besonders angetan. Stark verkleinert und mit ab-en Nähfuß im Stickrahmen freihand bestickt kamen klitzekleine (11 cm breite) sowelche raus:



Meine Motive hab ich zugegeben schlichtweg geklaut, nämlich hier. Wär definitiv verwerflich, wenn ich die nich zum absolut privaten und persönlichen Spaß gewerkelt hätte - so hoffe ich, dass mir verziehen wird. Zumal es wirklich als Hommage angesehen werden darf, ich find die einfach umwerfend schön. Für die nächsten werd ich mir selbst was einfallen lassen, versprochen.




Es gab - natürlich - schon ein paar Fragen zum Ponaltransfer. Antje, ich bin mir fast sicher, dass weißer Bastelleim hervorragend als Ponal-Ersatz dienen kann in diesem Fall. Ansonsten arbeitet eh jeder etwas anders und die Ergebnisse sind von Mal zu Mal unterschiedlich. Ausprobieren! Auf Stoff hatte ich es hier schon einmal selbst probiert und auch ein wenig dazu gesagt.

Und wisst Ihr, was das Tröstliche am morgigen Montag is? Nee? Is mein viertletzter Bürotag vor dem Urlaub! ;)

Freitag, 22. Juli 2011

Der gute alte ...

... Ponaltransfer. Irgendwann hab ich mal eine Anleitung für selbigen in Billes Forum veröffentlicht (glaub ich), die ich dann als PDF hin und wieder auf Nachfrage per Mail verschicke. Andererseits kann ich sie ja auch einfach mal rauskramen und bloggen. Also, wer sich noch nich darin versucht hat: Ran an die Flaschen!

Ich hab mal schnell abgelichtet, wie man ganz einfach mit Ponal (oder egal welchem anderen Holzleim) einen Image-Transfer machen kann. Is natürlich nur abgeguckt - Gloria Froese und andere machen das immer mit Gel-Medium. Ich spiel mit Holzleim aber schon seit ich im Grundschulalter bin, deshalb nehm ich den. Steht ja auch überall rum. :-) Das braucht Ihr: 
  • Ponal
  • 'ne Walze (kann man aber auch mit der Hand andrücken)
  • Pinsel
  • einen ganz normalen spiegelverkehrten(!) Tintenstrahlausdruck auf Normalpapier (KEIN Fotopapier - ich hab ganz dünnes, billiges Druckerpapier) und
  • natürlich irgendwas, wo das Bild dann drauf soll (Wellpappe zum Beispiel)


Den Leim eventuell ein wenig mit Wasser verdünnen und die Pappe damit einkleistern:


Den Ausdruck mit der bedruckten Seite auf den Leim legen:


Ordentlich andrücken:



Ziemlich gleich im Anschluss daran - NICHT trocknen lassen - das Papier vorsichtig abziehen:


Fast fertig:


Jetzt kann man noch mehr von der haften gebliebenen Papierschicht mit dem Finger abrubbeln, damit das Bild brillanter wird. Eventuell den Finger ganz bisschen feucht machen:


Der Untergrund scheint durch das Foto durch - also hat man je nach gewähltem Hintergrund jeweils einen anderen Effekt:


Und nun viel Spaß beim Schmaddern. *fg*

Mittwoch, 13. Juli 2011

Von diesem zu viel, von jenem zu wenig

Zuviel: Im Laufe der Jahre sammeln sich eindeutig zu viele von diesen Momentaufnahmen an, die weder an einen Ort erinnern, noch eine eindeutige Begebenheit erkennen lassen. Diese hier is so eine. Irgendwo in Potsdam stand wohl ein Foto-Automat und musste für eine Zehn-Minuten-Spanne als Unterhaltungsmaschine herhalten. Ich hab beschlossen, dass ich diese herumschwirrenden Zu-Schade-Zum-Wegwerfen-Dinge irgendwie in eine abheftbare Form bringe. Zumindest hab ich damit begonnen. Gute Gelegenheit, mal die feinen Post-Dreingaben einiger Bastel-Freundinnen (ich hoffe Ihr nehmt mir dieses Wort nich übel) irgendwo zu verarbeiten - es schnippelt sich doch gleich viel schöner, wenn man 'ne persönliche Beziehung zur Materie hat. ;) Die Öl-Pastell-Kreiden hab ich seit ungefähr 20 Jahren unbenutzt im Schubfach liegen. Jetzt werd ich sie wohl öfter zur Hand nehmen.







Hach, und dann muss ich noch 'ne andere Mama-Geschichte zum Besten geben. :) Meine Tochter war - wie sooo viele auch größere und klügere Leute - total von dem Smash-Book-Video angetan. Und ich kenn ja mein Kind und weiß, dass alles Gerede über Do-It-Yourself-Vorteile materieller wie ideeller Ausprägung bei Teenies so verwerflich wie unangebracht sind. Nun gibt es aber offensichtlich selbst im Geburtsland dieser genialen Marketing-Idee einen unverzeihlichen Lieferengpass. Und offensichtlich is ein "Nicht-Sofort-Und-Auf-Der-Stelle-Habenkönnen" viel schlimmer als ein "Sieht-Ja-Aus-Wie-Selbstgemacht". Letztlich is sie ziemlich stolz auf ihr ganz spezielles Smash Book. Außerdem weiß sie jetzt, wie Nähmaschine funktioniert.


Nach all diesen Bindestrichworten noch eine kleine Anmerkung zum von mir gewünschten "Handmade-Label-Swap". Ich hab kurz nach dem Post einen "Plagiate-Swap" unter jenen ausgerufen, die sich gleich entschieden haben mitzumachen und deren E-Mail-Adresse ich gefunden habe. Wirklich großes Sorry an all jene, die auch gern mitgeswapt hätten - aber wenn es gut läuft (Hälfte der Plagiate hängt bei mir schon in der Nähe des Basteltischs rum), mach ich ähnliches vielleicht öfter (Danyeeeeeela! Heftchen-Swap?). Uff, schon wieder so viele Bindestrichworte ...

Sonntag, 10. Juli 2011

Einfach mal Photoshoppen

Ich mag mal zeigen, wie einfach das eigentlich is, mit Photoshop Elements ein wenig mit Fotos zu spielen. Testversion kann man sich hier runterladen. Bin nich so gut im Erklären und die Screen Shots sind auch eher rätselhaft, aber ich versuch's mal.

Zuerst die beiden Ausgangsfotos. Das zweite ist ein Foto meiner Sichtbeton-Säule auf der Terrasse, vorhin schnell gemacht.



Beide Fotos werden im PSE geöffnet. Unten stehen die jetzt nebeneinander, oben im Bild seht Ihr die Register - für jedes eines:


Ihr aktiviert das Textur-Foto und geht oben auf "Auswahl", "Alles auswählen", anschließend auf "Bearbeiten", "Kopieren" (da hab ich jetzt keinen Screen Shot von, aber das könnt Ihr sicher auch so).


Jetzt doppelklickt Ihr unten, wo man die beiden geöffneten Fotos seht, auf die Laterne (also in meinem Fall isses eine). Jetzt seid Ihr im anderen Foto. Nun erstellt Ihr eine neue Ebene. "Ebene", "Neu", "Ebene ...".


Die sieht dann rechts kariert aus, das bedeutet, dass sie noch leer ist. Nun auf "Bearbeiten", "Eingfügen" und die Textur wird aus der Zwischenablage in Eure neu erstellte Ebene kopiert.


Was dann erstmal so aussieht. Nun kommt was Spannendes. Rechts kann man für jede Ebene einstellen, wie sie über das Hintergrundfoto gelegt wird. Hier steht standardmäßig "Normal" und Deckkraft "100 %".


Ich hab die Deckkraft gelassen, mir aber "Hartes Licht" ausgesucht - probiert einfach alle aus, man weiß nie, was da eigentlich rauskommt. :)


Jetzt hab ich mit der Maus rechts durch Draufklicken wieder die Laterne aktiviert und bin oben im Menü auf "Überarbeiten", "Farbe anpassen", "Farbton/Sättigung anpassen ..." gegangen.


Das kleine Dreieck unter "Farbton" hab ich zum Grün hingezogen, das unter "Sättigung" hab ich ein wenig ins Sattere bewegt. Helligkeit kann man natürlich auch noch ändern.


Zum Schluss "Speichern unter", und als JPG abspeichern - kann man im Speichermenü aussuchen. Fertig.


Vermutlich fasst sich jeder Semi-Profi ob meiner Arbeitsschritte an den Kopf, aber letztlich funktioniert es irgendwie.

Montag, 4. Juli 2011

Sonntag, 3. Juli 2011

Ein ganz besonderer Spaziergang

... sollte es sein, jedenfalls sollte ich von einem solchen in Elas Circle Journal berichten. Also bin ich mal 'ne Runde um's Haus gepilgert. Naja, eher auf Ellenbogen gerobbt. ;) Weil ich Fiktionen so sehr mag, hab ich mir mal wieder eine zusammegebastelt.










Eigentlich üb ich mich zur Zeit nämlich ein ganz kleines bisschen in Photoshop Elements. Mein Bücherregal hat Zuwachs bekommen, 'nen meiner Meinung nach ziemlich grandiosen. "Digital Kreativ" von Susan Tuttle.


Endlich mal Photoshop-Hilfe für Leute, die fürchterlich gern auf fürchterlich simple Art und Weise ganz fürchterlich schöne Collagen machen möchten. Für mich also auch. Ich hab nämlich weder Lust noch Zeit, mich mit den Grundlagen der Fotobearbeitung zu beschäftigen. Is auch nich nötig. Naja, jedenfalls nich, wenn man die für den Hausgebrauch haben möchte. Natürlich sehen meine reichlich "ausgeschnippelt" aus, aber vielleicht bekomm ich ja mit der Zeit auch mit, wie man zum Beispiel mit Beleuchtungseffekten und so umgeht. Und wenn nich - is ja alles bloß Spaß. Auf jeden Fall: Kauftipp!

Außerdem hatte ich gestern noch ein paar wirklich schöne Stunden bei Creavil in Berlin! Dani hat uns gezeigt, was man alles mit Perfect Pearls, Acrylfarben, Stempeln und Co. anstellen kann. Habt Ihr vielleicht gewusst, dass man diese Mica-Teilchen auch mit der Cuttlebug prägen kann? Kommt mir bestimmt mal unter. Jedenfalls hab ich mich gleich auch für Nats Mixed-Media-Gastspiel Ende August einsortieren lassen. Aus Gründen!