Montag, 14. November 2011

Im Februar ...

... hatte ich mich mal darüber ausgelassen, dass Bügeleisen gar nich so übel sind, wenn man sie nur richtig zweckzuentfremden weiß:



Der Plan damals war, ein schön gruseliges Buch zu basteln. "Gruselig" und "Buch" - da hab ich sofort so Bilder im Kopf: H. P. Lovecrafts "Necronomicon" nämlich, in etlichen B-, C- und auch D-Movies mein Bastlerherz erfreuend. Ich liebe Requisiten. Also hab ich das Internet bemüht. Und hab gelernt (okay, nich zum ersten Mal im Leben), dass Drehbücher und Literatur vor allem im schwarzen Genre nich zwingend sehr nah beieinander liegen müssen. Wer auf dieser entzückenden Webseite mal ein wenig Muße investieren mag, dem wird augenblicklich klar, dass es ziemlich ungezogen wäre, ohne größere Einblicke in des Meisters Universum ein solches Werk zu interpretieren. Idee vom Tisch. Aber eine klitzekleine Erzählung vielleicht?








Das Cover ist mit Holzfurnier von Modulor beklebt. Das hab ich vorher allerdings so einigen Torturen unterzogen - mit Persil überzogen, mit kochendem Wasser überbrüht, mit Bürsten bearbeitet, dem Heißluftfön ausgesetzt und alles noch mal von vorn. Ich hätte nie gedacht, dass so zartes Holzfurnier so verflixt widerstandsfähig sein kann. Zugegeben, eigentlich soll es das ja auch. Aber ich hatte meine liebe Müh damit. Dann hab ich noch gefärbt, geschmirgelt und Brettchen daraus gerissen. Tolles Zeug. Gut, dass noch einige Furniere im Bastelschrank warten. Letztlich isses für meinen Geschmack viel zu ungruselig geworden. Fast würd ich's mit 'nem fröhlichen Gartenhaus assoziieren. Was soll's, ich kann mich ja noch reinarbeiten ...

So, wen es jetzt nach gediegenem Grusel gelüstet, den schicke ich noch zum Festa-Verlag, ohne den ich schwerlich in den Genuss der hübschen Übersetzung der Träume im Hexenhaus gekommen wär.

Samstag, 12. November 2011