Sonntag, 26. Februar 2012

So viel Fußball ...

... lief hier heute eigentlich gar nich. Und trotzdem hab ich Papier zerschnippelt. Ich hab ja neulich großspurig behauptet, dass ich meine Materialien ausmisten werde. Pah! Es sind ungefähr 30 Papiere auf einen Stapel gewandert, den Pia noch auf gut 20 reduziert hat, ein wenig Krimskrams dazu - für das alles wär ein Pizzakarton sogar zu groß zum wohnen. Lächerlich. Aber so hatte ich alles mal wieder in den Händen und weiß genau, dass ich relativ wenig bekloppte Käufe (für meinen Geschmack) getätigt hab in der Vergangenheit. Danyeela, selbst meine Schnipselkiste würde Dir immer noch ziemlich bekannt vorkommen. :)

So hab ich also Sommerurlaubsfotos verscrappt:







Ich ärger mich ja selten über Blogger, aber seit einer ganzen Weile, übernimmt der nich mehr die E-Mail-Adressen, wenn ein Blogger-Mitglied einen Kommentar hinterlässt. So steht da immer noreplay@... Bäh. Manchmal find ich dann die Adressen nich so schnell und einfach. Deshalb:

Kati: Die Schnur im letzten Heftchen is Paketstrippe. Ganz, ganz dünne. Aber man kann grundsätzlich mit allem Bücher binden. Man merkt schon selbst, ob es zu dick is oder zu dünn oder irgendwie sonst ungeeignet.

Monika: Ja, beim CJ "Das Leben ist schön" hab ich Schnipsel aufgeklebt und alles mit Gesso überpinselt. Verdünnt mit Wasser und zwischendurch mit Schultuschkastenfarbe eingefärbt. Geht natürlich auch mit weißer Acrylfarbe oder so.

Kommt gut über den doofen Montag!

Rechenschaftsbericht ...


... den ich noch abzulegen habe, weil Frau Just unsäglich darunter litt, dass weit und breit keine Stöckchen mehr geworfen werden und so holte sie das kurzerhand nach. Ich bin ja eigentlich gar nich so ein Fan von Stöckchen, aber der Frau Just kann ich nu wirklich nix abschlagen. Hier sind sie also, "5 Dinge, die Sie nie über mich wissen wollten und die ich hier trotzdem verkünde". (Ich lass mal vor allem Bilder sprechen.)

Was soll ich sagen? Ich guck die Dinger tatsächlich hoch und runter:


Ja, ich hab sogar schon einmal was schlimmeres gelesen, aber Mr. King begleitet mich schon, seit ich das erste Mal im NSW (nichtsozialistischem Wirtschaftsgebiet) einkaufen durfte:


Sowas steht bei mir im Regal. Und gar nich sehr zufällig:


Tada! Hier ist er also! Der Ort, an dem ich so oft mit den kreativen Energien kämpfe, die dann aber meistens den kürzeren ziehen. Meine Couchecke:


Das is jetzt wirklich peinlich. Eine Ecke meines Küchenschranks. Ich muss mal Gewürze sortieren. Dringend. Kauf schon alles doppelt, weil ich den Überblick verloren hab:


Und nu denkt, was Ihr wollt.

Stöckchen reich ich mal weiter an meine Wochentags-Leidensgenossin Kati, an Anke, die mich mit Ihren Quilts total begeistert, und an Cynthia, weil ich Lust dazu hab. Ihr müsst natürlich nich fangen, wenn Ihr nicht mögt!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Lust auf 'n Heftchen?

Heut gibt's nämlich wieder Fußball, örgs. Da hab ich mal vorgeturnt und würde mich freuen, wenn Ihr so richtig scharf auf ein kleines und schnuckliges, fluffiges, weiches Heftchen seid. Durch das umschlagartige Cover hat es 'ne etwas kompaktere Haptik, die ich sehr mag. 


  
Wie man ganz gut sehen kann, hat es in etwa A6-Größe. Ich hab A4-Papier (etwas stärkeres als Druckerpapier) auf A5 gefaltet und dann zerrissen. Die unregelmäßigen Ränder mag ich. Dann auf A6 gefaltet und immer vier zu einem Heft ineinander gelegt. Das könnt Ihr nach Gefühl machen, je nach Vorliebe und abhängig von der Papierstärke. Nehmt Ihr schönes handgeschöpftes dickes Papier, könnt Ihr auch einfach auf's Heftchenstecken verzichten und bindet jeweils nur einen einzelnen Bogen nacheinander in's Buch. Ein stärkeres PP benötigt Ihr, oder Cardstock oder olle Pappe oder was auch immer, für das Cover. Seid ruhig mutig und benutzt was schräges. Cornflakes-Kartons sind bestimmt auch dekorativ und lustig. Geeignete Strippe - das entscheidet sich nach den anderen Materialien. Verlasst Euch auf's Gefühl. Cutter, was zum Löcher pieksen, was zum Eyelets setzen, Lineal (Dreieck macht Sinn), vielleicht ein paar Jeansknöpfe oder so.



Ich mache ungern was mit Zentimeter-Angaben, wenn Ihr gut durchdacht loslegt, dann erübrigt sich das auch. Also unten links in der Ecke einen vertikalen und horizontalen Rand gezogen. Der wird später nach innen geklappt und hält die erste Seite, wie beim Bucheinschlagen früher in der Schule. Eines der Heftchen angelegt und rechts und oben eine Markierung gemacht. Das Heftchen sollte locker in das entstandene Rechteck passen, also großzügig markieren.


Rechts daneben den kompletten Stapel zu bindendes Papier anlegen und wieder großzügig markieren.


Und nun noch einmal eine gute Heftchenbreite.


Also ungefähr so:


Nun hab ich ungefähr zwei Milimeter  außerhalb der Heftchenhöhe und -breite (bloß nich genau messen, das verdirbt den Charme am Ende) ringsherum weitere Striche gezogen. Anschließend mit einer Stricknadel oder so die Linien nachgezogen, damit man besser kniffen kann.


Jetzt werden die Ecken folgendermaßen abgeschnibbelt:




 Sieht dann so ungefähr aus, und jetzt darf geknifft werden.



Nun links und rechts auf dem Bild den Mittelstreifen bis zur äußersten Linie einschneiden und von der inneren Linie aus ungefähr nach drei Zentimetern und dann nach zwei weiteren Zentimetern einen Schlitz cutten. Von beiden Seiten aus. Hier geb ich mal Orientierungsmaße an - wenn Ihr weiter unten schaut, erschießt sich vielleicht der Sinn und das ungefähre Verhältnis.



Jetzt die "Flügelchen" zaghaft nach innen kleben. Bei meinen Maßen muss ich die ein wenig kürzen (da wo "ab" steht), weil ich sonst den ersten Schlitz etwas überklebe. Nach Ihr wisst schon.


Auf jeden Fall soll es etwas plastisch aussehen:


Jetzt legt Ihr ein Heftchen dorthin, wo es hingehört, und macht dort Markierungen, wo die zwei Paar Schlitze sind. Dazu noch nach außen hin jeweils eine Markierung - Ihr seht, dass ich ungefähr einen Zentimeter Abstand gelassen hab, das passt hier ganz gut.


Diese sechs Markierungen werden auf alle Heftchen übertragen:


Und durchgepiekst:






Nun wär 'ne Ahle von Vorteil, das spart 'ne Menge Nerven. Man kann auch eine dicke Nadel einfach mit Kraft und doch Gefühl einfach verbiegen. Ein krummer Winkel ist besser als 'ne ganz gerade Nadel.


Argh, und jetzt kommt die Binderei, die ich so ungern erkläre per Foto. Durchs erste Loch nach innen in's Heftchen stechen und von innen gleich wieder heraus.


Dann lasst Ihr rechts ein Stück Faden draußen zum Verknoten und stecht durch den ersten Schlitz Richtung Buchrücken.


Seht Ihr? Links außen kommt Ihr raus, zieht den Faden fest und stecht in Schlitz Nummer zwei.


Um von dort aus gleich in Heftchenloch Nummer drei nach innen zu stecken.


Faden durchziehen und in Loch Nummer vier versenken,


und gleich weiter in Schlitz Nummer drei.


Wenn Ihr aus Schlitz Nummer vier wieder auftaucht, geht's durch's vorletzte Heftchenloch wieder nach innen.


Jetzt dürfte nur noch eines übrig sein, durch das es dann wieder zurück geht.


Heftchen Nummer eins sitzt wackelt und hat Luft. Hoffentlich. Arbeitet sehr vorsichtig. Nich zu doll ziehen und würgen, sonst reißt Euch irgendwo das Papier oder das Cover. Wär ein Jammer.


Von außen sollte es dann ungefähr so aussehen:


So, zweites Heftchen. Wie am Anfang, nur seitenverkehrt. Von außen nach innen durch's erste Loch. Danach von innen nach außen durch's zweite Loch in den ersten Schlitz ... usw. usf. Wie beim Weben, hoch, runter, hoch, runter ...


Wenn Ihr ganz rechts angekommen seid, verknotet Ihr das lose Ende mit dem Faden.


Jetzt kommt das dritte Heftchen wie gehabt, rein, raus, hoch, runter ... Kehrtwende mit dem vierten Heftchen ... bis Ihr keines mehr übrig habt. Am Ende vom letzten Loch zurück in's vorletzte nach innen,


und dort verknotet Ihr den Faden irgendwie mit den Fäden, die da schon rumliegen. Eventuell den Knoten mit ein wenig Klebstoff sichern.


Ja großartig, gleich fertig. Über die ersten ein, zwei Seiten werden jetzt die Umschlaglaschen eingeklappt.



Alles gutgegangen?


Das is schon ganz hübsch, wird aber mit ein zwei Schlaufen und 'nem Knoten noch viel besser. Find ich jedenfalls. Knoten wieder mit Klebstoff sichern, wenn das notwendig erscheint.




Noch Lust auf 'nen Verschluss? Unterlegscheiben aus Cardstock machen Sinn, wenn das Covermaterial nicht sehr stark ist. Damit nix ausreißen kann. Und ich nehm halt 'nen alten Ersatzknopf. Ich sammle diese kleinen Tütchen, die an den Klamotten dran sind.




Hinten ein großes Eyelet für 'nen Gummi.


Den verknote ich einfach. Da kommen ja die hinteren Seiten drüber. Über den Knoten. Und weil der ein wenig aufträgt, wird das Cover besonders weich. Probiert ein wenig, bis Ihr die richtig Länge der Schlaufe raus habt.


Alles verstecken.


Passt.


Jetzt hab ich ein paar Löcher für ganz kleine Eyelets gemacht. Und zwar ganz willkürlich. Nicht messen! Soll doch charmant werden. ;)


Strippchen durch. Oder mit dünnem Draht und Perlen, Schleifen oder Knöpfen spielen. Ich hatte ehrlich gesagt keine große Lust mehr für Experimente.


Tada.


Hundertelfte Spielminute Schalke gegen Pilsen. Und? Baut Ihr mal nach? Fragt ruhig, wenn ich mich nich klar genug ausgedrückt hab!